Gedenkstein am Butterberg

Inschrift

An dieser Stelle geschah im Jahr 1668 absolut gar nichts.

Gedenkstein

Die Errichtung des Gedenksteins veranlasste der Kabarettist Gerd Ulbricht, der in der NĂ€he wohnt. Ob an dieser Stelle 1668 wirklich absolut gar nichts passierte, ist allerdings unter Historikern aktuell noch umstritten und Gegenstand intensiver Nachforschungen 😉

SĂŒdlich des Gedenksteins beginnt eine sehr interessante Allee mit Birken und Kastanien.

Es gibt weiterhin einige Interessante Überlegungen zum Namen der nahegelegenen Straße:

Der Flurname „Butterberg“

Dass Schweikershain eine deutsche OrtsgrĂŒndung ist, lĂ€sst sich dadurch bestĂ€tigen, dass hier nur deutsche Flurnamen vorkommen. Das ist an den Endungen -plan, -wald, -hain, -berg, -grund usw. zu erkennen.

In unserer Gegend waren Flurnamen mit dem Wortstamm „Butter“ gar nicht so selten. Es gab neben dem Butterberg auch den Butterweg, Buttersteig, eine Buttergasse, außerdem Buttermilchwege und Buttermilchsteige.

Was der Flurname „Butterberg“ zu bedeuten hat, ist nicht sicher zu klĂ€ren. Es existieren dazu jede Menge Theorien:

So ist die Vermutung, dass der Name von Butten, also Hagebutten abgeleitet ist, in der BroschĂŒre „Aus der Geschichte des Dorfes und der Schule Schweikershain“ von Arndt Bemmann und Johannes Benndorf (geschrieben anlĂ€sslich des Schul- und Heimatfestes 1968) nachzulesen.

Wenn man bei Hans Walther in „Die Orts- und Flurnamen des Kreises Rochlitz“, erschienen im VEB Max Niemeyer Verlag Halle/Saale von 1957, nachliest, lĂ€sst sich der Flurname auch anders erklĂ€ren:

Hans Walther unterteilte die Flurnamen in Grundwort und Bestimmungswort. Das Grundwort ist hier „Berg“. Es beschreibt eine Erhebung in der Landschaft. Das Bestimmungswort ist „Butter“. Er ordnet es der Beschreibung von Wiesen, Weiden bzw. der Weidewirtschaft zu. Mit „Butterberg“ wird also seiner Meinung nach die Wiese/Weide auf einem Berg beschrieben.

Flurnamensforscher aus ThĂŒringen haben ermittelt, dass viele der alten Bezeichnungen, die den Wortbestandteil „Butter“ enthalten, heute innerorts liegen und zum Straßennamen wurden. Unter den Forschern wurde die Deutung des „Butterberges“ als dorfnahe Weide, auf der gemolken wurde, diskutiert und fĂŒr möglich erachtet.

(Quelle: „Der Butterberg als Dunkelname“, Wolfram Voigt/Schkölen, Heimatbund ThĂŒringen, Flurnamenreport 2/2012)

Mag sich nun jeder seine eigene Meinung zur Herkunft des Flurnamen „Butterberg“ machen. 😉

Blick auf die Gesamtanlage im Januar 2021
KastanienblĂŒte am Gedenkstein im Juni 2021